Amazonas
Zwei Frauen stehen im Herzschlag des Urwalds,
wo das Licht wie warmer Atem durch die Blätter fließt.
Die eine, wachsam wie der erste Morgen,
die andere, ruhend wie ein stiller Strom —
gemeinsam tragen sie die Sprache der Wildnis
auf ihrer Haut aus Grün und Sonne.
Sie sind Töchter des Flusses,
Schwestern des Windes,
Wächterinnen jener Welt,
in der die Zeit langsamer geht
und die Erde noch im Ursprung spricht.
Ihre Blicke erzählen vom Mut des Daseins,
vom Klang der Ferne und der Kraft des Zusammenhalts.
Sie gleichen Wurzeln, die sich finden,
Blättern, die sich öffnen,
Steinen, die die Wärme des Tages bewahren.
So stehen sie da-
nicht beobachtet, sondern beobachtend-
ein Sinnbild des Amazonas:
wild, weich, weise,
und ewig im Wandel wie das Leben selbst.