Regenbogen

Sie geht, als wäre die Luft ein sanfter Freund,

als trüge der Himmel selbst sie auf offenen Händen.

Ein Lächeln, kaum sichtbar, doch hell wie Morgengold,

leuchtet in ihrem Gesicht,

und jeder Schritt lässt Farben aufblühen,

flüssige Träume auf dem Boden der Welt.

Das Gelb ihres Schirms ist ein kleiner Sonnenaufgang,

der sich weigert zu verblassen,

egal wie grau die Tage manchmal scheinen.

Um sie herum wirbelt Freude —

nicht laut, sondern zart,

wie ein Geheimnis, das man nur im Herzen hört.

 

 

Sie schreitet durch Wolken,

als wären sie Erinnerungen aus Licht,

und jedes ihrer Worte

würde wohl ein Schmetterling werden.

So wandelt sie über den Regenbogen —

nicht darüber hinweg,

sondern hindurch,

Schritt für Schritt,

mit einem Mut, der flüstert:

Alles wird hell. Alles wird leicht.

 

Das Gemälde zeigt eine junge Frau mit offenem blondem Haar, das sich im Wind bewegt.

Sie trägt ein weißes, leicht transparentes Kleid, dessen Stoff wie Dunst wirkt und sich sanft um ihren Körper legt.

In ihrer rechten Hand hält sie einen großen, leuchtend gelben Regenschirm,

der sich wie ein Sonnenscheinpunkt vom hellblauen Hintergrund abhebt.

Ihre Füße berühren eine farbenfrohe, fließende Oberfläche, die an eine Mischung aus Wasser,

Regenbogenfarben und Fantasie erinnert.

Die Szene wirkt schwerelos, träumerisch und von einem sanften Licht durchzogen.

"Regenbogen" wirkt wie eine Einladung in eine Welt zwischen Traum und Wirklichkeit.

Die Frau könnte eine Symbolfigur für Hoffnung und Zuversicht sein:

Der gelbe Schirm steht für Schutz, Licht und Lebensfreude.

Das weiße Kleid mit seiner durchscheinenden Leichtigkeit deutet auf Reinheit, Neubeginn und Offenheit hin.

Die Wolken und Regenbogenfarben unter ihren Füßen symbolisieren den Übergang –

von Dunkel zu Licht, von Regen zu Farbe, von Alltag zu poetischer Freiheit.

Das Bild zeigt einen Moment innerer Befreiung:

Die Protagonistin tritt aus dem Nebel der Gedanken hervor und setzt ihren Fuß in ein Feld voller Möglichkeiten.

Sie wirkt weder passiv noch verloren — im Gegenteil:

Sie ist in Bewegung, voller Sanftmut und trotzdem bestimmt.

Der Regenbogen unter ihr ist nicht nur ein Naturschauspiel, sondern ein Wegweiser:

Das Leben trägt Farbe und sie geht mutig darauf zu.

 

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"Laurettes Bildsprache bewegt sich zwischen Romantik, Surrealismus und lyrischen Realismus.

„Regenbogen“ ist eines der lichtvollsten und heitersten Werke von Laurette Ariane.

Es verbindet die poetische Kraft des Himmels mit der

Erdung des Wassers, die Zartheit der Figur mit dem Mut des Lichts.

Das Gemälde wirkt wie ein stilles Evangelium des Neubeginns –

eine Botschaft, die im 21. Jahrhundert dringlicher kaum sein könnte."

 

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