Rote Rosen
Aus dem Schoß des rosigen Himmels
steigt sie empor –
die Hüterin der roten Rosen,
die das Unsichtbare atmet
und das Sichtbare segnet.
Ihre Haut trägt den Duft der Morgenröte,
ihr Kleid fließt wie ein Gebet
hinab in die Tiefen der Erde.
In ihren Augen ruht der stille Mut
aller, die lieben,
und aller, die sich erinnern wollen,
wer sie wirklich sind.
Rosen umkreisen sie –
nicht als Schmuck,
sondern als Sprache der Seele:
Blatt für Blatt ein Flüstern,
ein Versprechen,
ein stiller Kuss der Gnade.
Aus ihrem Herzen strömt Licht,
zart wie Seide,
warm wie ein erster Sonnenstrahl im Frühling.
Es breitet sich aus
wie ein Atemzug der Schöpfung
und berührt alles,
was in seiner Nähe zu sein wagt.
Sie steht da
zwischen Himmel und Erde,
zwischen Werden und Vergehen,
zwischen Sehnsucht und Erfüllung.
Und in ihrer geöffneten Haltung
ruht eine Wahrheit,
die wir oft vergessen:
Dass Liebe nicht genommen,
sondern nur empfangen werden kann.
Dass Schönheit nicht geschaffen,
sondern erinnert wird.
Dass jeder von uns
eine Rose im Herzen trägt,
die nur darauf wartet,
dass wir sie der Welt entgegenhalten.
So segnet sie uns –
nicht mit Worten,
sondern mit Rosen,
die wie leuchtende Boten
in die Weite fallen.
Und alles, was sie berührt,
erinnert sich daran,
dass wir Licht sind.
„Rote Rosen“ zeigt eine anmutige Frau, die inmitten eines rosafarbenen, wolkenartigen Hintergrundes steht.
Ihr Kleid, hauchzart und fließend, verschmilzt beinahe mit der weichen Umgebung.
Rosenblüten in kräftigem Rot schmücken ihren Körper – im Haar, am Herzen, an der Schulter, an der Hüfte.
Um sie herum schweben weitere Rosen wie kleine Boten des Lichts.
Aus ihrem Zentrum strahlen goldene Lichtbahnen nach außen, als würde ihre Brust ein inneres Leuchten
freisetzen.
Die Arme sind ausgebreitet, offen, empfangend – ein Gestus von Hingabe und Kraft zugleich.
Die ganze Komposition wirkt wie eine Vision von Liebe, weiblicher Urkraft und himmlischer Anmut.